Solare Mobilität im Flächen Landkreis

Unter diesem Thema hatte der BN und die Agenda21 Gruppe Umwelt des Landkreises eingeladen. Über 60 Gäste folgten ihr und erlebten einen äußerst fundierten Vortrag. Mit großem Engagement erläuterte BN-Mitglied Tomi Engel, der auch Vorsitzender des Fachausschusses „Solare Mobilität“ der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) ist, die theoretischen Voraussetzungen und praktischen Möglichkeiten für eine solare Mobilität (Foliensatz des Vortrages und viele weitere Infos unter: http://www.dgs.de/fasm-termine.0.html). Hier einige der Ergebnisse des Abends:

  • Nachwachsende Rohstoffe sind als Treibstoff nur als Nischenprodukte vertretbar (Landwirtschaft etc.) und nicht massentauglich. So kann man mit Treibstoff aus Biomasse pro Hektar maximal 5 Autos je 15.000 km/a betreiben, während man mit Photovoltaik auf gleicher Fläche Strom für 220 Fahrzeuge bei gleicher Laufleistung erzeugen kann
  • Für den täglichen Kurzsteckenverkehr bis ca. 100 km ist das elektrisch betriebene Fahrzeug ideal
  • Schon heute fahren in China hunderttausende von Elektrorollern während wir noch immer mit stinkenden 2-Takt Gefährten die Luft der Innenstädte verpesten
  • Das Elektroauto ist, intelligente Ladetechnik vorrausgesetzt, die ideale Ergänzung zu regenerativer Energieerzeugung
  • Sind erst mal genügend Elektrofahrzeuge im Einsatz können diese als „rollendes Pumpspeicherkraftwerk“ ohne große Probleme Stromspitzen in der Stromerzeugung auffangen und Verbrauchsspitzen bedienen.

Zusammenfassend kann man sagen:
Die Zeit für Elektroautos, produziert in großen Stückzahlen, ist reif – wacht die deutsche und europäische Industrie nicht bald auf, wird der Markt in Zukunft wieder einmal mal von Asien her aufgerollt werden. Insbesondere China hat bereits mit der Serienproduktion von Elektrofahrzeugen im großen Stil begonnen, während es in Deutschland noch nicht mal eine Plakette für rußfreie Elektroautos gibt. Hier ist der Gesetzgeber gefordert durch entsprechende Gesetze und Verordnungen günstige Rahmenbedingungen zu schaffen.

Aber auch Sie können tätig werden: Beteiligen Sie sich an der Aktion der DGS und erklären Sie Ihr Interesse an einem Elektrofahrzeug. Unter www.e3-mobil.de/ gibt es Infos und ein Anmeldeformular zum herunterladen.

Rainer Keilwerth

 

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