B25 Maut Verkehr,Irrweg Straßenbau

Aus guten Gründen haben hunderte Bürger kürzlich in Harburg und zuletzt in Feuchtwangen für eine weitere Sperrung der B 25 für Schwerverkehr demonstriert. Der BN unterstützt das Anliegen, Umweltschutz ist immer eindeutig auch Menschenschutz. Inzwischen wurde die Sperrung verlängert, leider nur für ein weiteres Jahr. Wir machten aber auch deutlich, dass die Sperrung mit (unnötig) vielen Ausnahmen nur ein erster Schritt einer etwas gerechteren Verkehrsverteilung ist. Wir fordern eine grundsätzlich andere Verkehrspolitik, die auf wirkliche Verkehrsvermeidung setzt. Ein Schlüssel dazu ist die Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe, die viele unnötige Transportkilometer vermeidet. Zudem muss der LKW-Fernverkehr teurer werden, indem er seine hohen externen Kosten wie die Emissionsbelastung, Klimawandelfolgen, Grundwasserbelastung durch Öl, Streusalz, Reifenabrieb, Feinstaub, direkte Gesundheitsschäden, Wertverlust straßennaher Immobilien weitgehend selbst trägt. Im Wesentlichen gehören Güter im Fernverkehr auf Schiene u nd Schiff. Das hat auch Verkehrsminister Ramsauer erkannt, den Worten müssen aber Taten folgen. B eim unvermeidlichen Teil des LKW-Fernverkehrs muss als eigentliches Ziel die „österreichische Lösung“ angestrebt werden: Ein Autobahngebot für LKW über 12 t, kürzester Weg zur Autobahn, kürzester Weg von der Autobahn, Quell- und Zielverkehr ausgenommen.


Ein völlig falsches Signal, sind die diversen Ortsumgehungen, mit denen jetzt schon wieder gewunken wird. Natürlich ist es verständlich, wenn von lärmgeplagten Anwohnern solche gefordert werden. Sie sind aber keine Lösung, sondern ziehen ganz im Gegenteil zielsicher weiteren Verkehr an. Die Anwohner werden nicht entlastet, sondern belastet. Die Realität ist im Übrigen, dass schon seit Jahren der Unterhalt vieler Straßen mangels Geld völlig unzureichend ist. Vor diesem Hintergrund ist es absurd, im großen Stil landschaftsdurchschneidende neue Straßen anzugehen, obwohl weder Bau noch Unterhalt seriös zu finanzieren sind.

Wie verheerend solche Steuergeldverschwendung sei, zeigt schmerzhaft die Ansbacher Südosttangente. Für über 13 Mio. EUR wurde das Naherholungsgebiet Feuchtlach gegen unseren Widerstand zerstört, die neue Straße wird wegen des Zielverkehrs in die Stadt nur minimal angenommen, die Belastung der Anwohner im Ansbacher Süden ist geblieben. Für Lärmschutz oder andere Anwohnerschutzmaßnahmen ist natürlich kein Geld mehr da. Mit der geplanten Dinkelsbühler Ostumgehung durch das Mutschach-Naherholungsgebiet und deren Folgewirkungen droht an der B 25 ein noch größeres Desaster. Dagegen kämpfen wir zusammen mit dem Förderverein Mutschach (siehe auch Exkursionsprogramm) weiterhin entschlossen an.

Helmut Altreuther, Wolfgang Hauf

 

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