Ökostrom / Photovoltaik

Aktion Stromwechsel

Der Ausstieg aus der menschen- und umweltfeindlichen Atomstrom- und Fossilsstromtechnologie ist das Eine, der konsequente Umstieg auf regenerativ erzeugten Strom das Andere. 100 % Regenerativstrom bis zum Jahr 2050 sind eine realistische Vision. Dank dem EEG kann jeder selbst Stromerzeuger werden und sein Kapital nachhaltig, regional und arbeitsplatzschaffend einsetzen, auch als Beteiligung z. B. bei Windkraftanlagen. Beim Strom liegt der regenerativ erzeugte Anteil schon bei fast 20 % - eine Erfolgsgeschichte auch unserer Arbeit, die nicht im Sinne der Konzerne ist.

Noch wichtiger aber: Jeder Verbraucher kann (und soll nach unserer Überzeugung) problemlos zu einem Naturstromanbieter wechseln. Unter Ressourcenausbeutung erzeugter „Egalstrom“ muss unverkäuflich werden! Ökostrom kostet mittlerweile übrigens nicht viel mehr als „normaler“ Strom. Die BN-Geschäftsstelle bezieht schon seit 1999 mit bester Erfahrung zertifizierten Ökostrom von der Naturstrom AG, viele Menschen haben seither selbst den Schritt zu einem Ökostromanbieter getan. Ein Beispiel hierfür ist z. B. die evangelische Kirchengemeinde Flachslanden: Nach entsprechendem Beschluss des Kirchenvorstandes bezieht sie seit 2007 für Kirche (Ausnahme hier: konventioneller Nachtstrom für die Heizung im Kirchenschiff), Kindergarten und Gemeindehaus Naturstrom. Pfarrer Lehnert bezieht privaterweise für das Pfarrhaus schon seit 2004 Naturstrom. Der Wechsel, sagt Pfarrer Lehner, erfolgte technisch problemlos, es gab keine „Stromlücke“. Wir freuen uns, dass die evangelische Landeskirche ihren Kirchengemeinden grundsätzlich einen Stromwechsel empfiehlt. Sie hat übrigens ebenso wie der BUND die Naturstrom AG als Kooperationspartner.

Aber Vorsicht: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Inzwischen fahren so ziemlich alle konventionellen Anbieter auf dem Trittbrett und bieten gegen Aufpreis „Ökostrom“ an, den sie zweifellos aufgrund der gesetzlichen Abnahmeverpflichtung haben. Viele kaufen auch (billigen) Wasserkraftstrom aus Skandinavien, Österreich etc. ein, dessen Erzeugung trotz regenerativer Art zum ökologischen Tod vieler Wildflusssysteme führte. Nur mit ohnehin vorhandenem Ökostrom zu handeln, reicht aber unserer Meinung nach nicht aus. Der Stromanbieter muss zusätzlich auch den Ausbau von erneuerbaren Energien vorantreiben, damit wir eine echte Wende auf dem Strommarkt schaffen. Wir empfehlen deshalb nur den Bezug von GSL (= Grüner Strom Label)-zertifiziertem Ökostrom. Dessen Label zertifiziert Ökostromprodukte mit hohem Umweltnutzen. Zentrales Kriterium ist, dass die Stromanbieter einen bestimmten Teil der Kundengelder in neue regenerative Anlagen investieren. Bislang erfüllen lediglich vier Anbieter, darunter unser Partner Naturstrom AG die Anforderungen. Detaillierte Infos und einen Stromrechner finden Sie unter www.gruenerstromlabel.de. Auch www.atomausstieg-selber-machen.de hilft weiter. Auch bei der Geschäftsstelle erhalten Sie gerne Infomaterial zum Stromwechsel.

Helmut Altreuther, Rainer Keilwerth (AK Energie)

Stromanbieterwechsel und Atomausstieg

Es dürfte keine andere Branche geben, die in den letzten Jahren derart ungeniert ihre Preise angehoben und Milliardengewinne eingefahren hat, wie die vier „markt“beherrschenden deutschen Stromkonzerne. Darunter leiden Privatkunden genauso wie Handwerk und Industrie. Im wesentlichen ist dies das

Ergebnis einer jahrelangen falschen Energiepolitik von Bundes- und bayrischer Staatsregierung. Unsere jahrelange Kritik daran wird durch die aktuelle Entwicklung einmal mehr bestätigt. In ihrer Dreistheit begründen die Energiekonzerne Preissteigerungen häufig damit, dass durch die vermehrte Einspeisung regenerativ erzeugten Stroms – dank des seinerzeit bahnbrechenden Gesetzes der früheren rot-grünen Bundesregierung – deren Kosten steigen würden. Das ist längst widerlegt. Zu bestimmten Zeiten wird z. B. Windstrom an der Strombörse sogar günstiger gehandelt als Großkraftwerksstrom.

Noch dramatischer als die Kostenseite ist die ökologische Seite: Großkraftwerke haben lediglich einen Wirkungsgrad von etwa 40 %, bis der Strom tatsächlich an der Steckdose ankommt. Sie tragen neben mannigfachen Umweltbelastungen zu etwa 32 % zum deutschen CO2-Ausstoß bei und zählen damit zu den größten Klimakillern.

Gegen beides gibt es dank der möglichen freien Auswahl seines Stromlieferanten ein wirksames Mittel: Wechsel des Stromanbieters! Wenn wir dazu aufrufen, meinen wir aber keineswegs billigen „Egalstrom“. Vielmehr rufen wir dazu auf, konsequent wirklichen „Ökostrom“ aus 100 % regenerativer Energie zu beziehen. Erkundigen Sie sich bei ihrem regionalen Stromanbieter nach „Ökostrom“- der Erhalt kommunaler Stadtwerke liegt uns ebenfalls am Herzen. Für unsere Geschäftsstelle tun wir das schon seit 1999 und beziehen den geringfügig teuren Strom von der Naturstrom AG, die mit dem BUND kooperiert. Der BUND initiiert zusammen mit anderen Umweltverbänden seit kurzem die Aktion www.atomausstieg-selber-machen.de. Unter dieser Internetadresse finden Sie Antworten auf alle diesbezüglichen Fragen.

Warum Ökostrom? Als Kunde eines Anbieters von Ökostrom bezahlen Sie nur noch für sauberen Strom, fördern Sie gezielt den naturverträglichen Anbau erneuerbarer Energiequellen, ebnen Sie einer dezentralen Versorgung mit erneuerbaren Energien den Weg, die für mehr Umweltschutz, Sicherheit, Wettbewerb und Arbeitsplätze sorgen wird, leisten Sie letztendlich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Als Kunde eines konventionellen Stromkonzerns unterstützen Sie ein Unternehmen, das gegen den Atomausstieg agitiert, das Kyoto-Protokoll in Frage stellt und versucht, den Ausbau der erneuerbaren Energie zu bremsen, zementieren Sie einen Strommix, der noch viele Jahrzehnte ganz erhebliche Anteile von Atomstrom und fossiler Energie aufweisen wird, erschweren Sie die nötige Reform unserer Energieversorgung.

Wechseln Sie jetzt! Übrigens: Der Wechsel ist einfacher und preiswerter als viele denken.

 

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