Streuobst-Aktion 2016

Streuobstannahme 2016 nach dem Grünspecht-Aufpreismodell

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Bund Naturschutz hat auch für diesen Herbst wieder Streuobst-Annahmestellen nach dem sog. Grünspecht-Aufpreismodell organisiert. Der Behang von Äpfeln im Gebiet der Frankenhöhe sowie im nördlichen Landkreis ist nach unserer Einschätzung sehr unterschiedlich. Insgesamt erwarten wir eine schwache bis allenfalls durchschnittliche Ernte.

Bewusst haben wir Termine gewählt, wo das Kernobst den voraussichtlich optimalen Reifegrad aufweist, denn: Nur ausgereiftes Obst ergibt guten Saft. Wir appellieren an die Besitzer von Streuobstbeständen, sich von dem derzeit noch hohen Anteil des Fallobstes nicht beeindrucken zu lassen. Dass Bäume überschüssiges und meistens auch wurmiges Obst vorzeitig abstoßen ist eine natürliche Reaktion von Bäumen. Wichtig ist dem BN der einwöchige Zeitversatz zwischen den Annahmestellen Schnelldorf und Rothenburg. Dadurch haben die Anlieferer an der Frankenhöhe mehr Möglichkeiten. Bei den jeweils ersten Annahmen werden ausschließlich Äpfel, bei den jeweils zweiten auch Birnen angenommen.

Der BN bietet im Landkreis Ansbach an drei Orten seine seit Jahrzehnten bewährte Annahmemöglichkeit für ungespritzte Äpfel aus Streuobstbeständen an. An allen Orten finden zwei Annahmen statt

Schnelldorf, Lagerhaus Barthelmeß, Raiffeisenstraße, 24. September und 15. Oktober, jeweils von 13.00 – 17.00 Uhr

Rothenburg-Bettenfeld, SHF-Steinbruchbetriebe, 01. Oktober und 22. Oktober, jeweils von 8.00 – 12.00 Uhr

Unternbibert, ehemaliges Raiffeisen-Lagerhaus, 24. September und 15. Oktober, jeweils von 8.00 – 12.00 Uhr

Das Besondere am BN-Konzept ist der „Streuobst-Pflegebeitrag“ von 3,60 EURO pro Doppelzentner (dt), den unsere Partnermosterei Hohenloher Fruchtsäfte aus Schwäbisch Hall zusätzlich zum Tagespreis für ungespritzte Äpfel bezahlt. Dafür müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, für deren Einhaltung die Anlieferer unterschreiben müssen: Das Obst muss von Hochstamm-Obstbäumen stammen, in denen in diesem Wirtschaftsjahr kein chemischer Pflanzenschutz stattgefunden hat, es darf nur trockenes, einwandfreies Obst angeliefert werden und es müssen die Flurstücks-Nummern mit Gemarkung angegeben werden, aus denen das Obst stammt. Durch diese strengen, ökologisch orientierten Kriterien hat beim Endprodukt, dem sog. Grünspecht-Apfelsaft, der Verbraucher höchstmögliche Sicherheit, ein rückstandsfrei erzeugtes Produkt zu erwerben und durch sein Konsumverhalten etwas für den Erhalt der Streuobstbestände zu tun.

Hauptgrund für das Engagement des BN bei der Vermarktung ist der hohe ökologische Wert von Streuobstbeständen, die zugleich ein typisches Element der fränkischen Kulturlandschaft darstellen. Man findet dort eine enorme Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren, insbesondere dann, wenn die Flächen extensiv genutzt würden. Je älter ein Obstbaum ist, desto höher ist auch sein ökologischer Wert. Wegen ihrer herausragenden ökologischen Substanz sind deshalb gerade solche Altbäume, die keinen nennenswerten Obstertrag mehr erzielen, besonders erhaltenswert.

An den Annahmestellen können wir gut noch Helfer brauchen. Wer bereit dazu ist, bitte bei der Geschäftsstelle melden. Unabhängig davon bietet der Bund Naturschutz Interessierten auch die Ernte von Obst in den BN-eigenen Beständen im Landkreis an. Bei Interesse bitte ebenfalls melden.

Und wer sich für moderne Technik und Hilfe bei der Obsternte interessiert, dem empfehlen wir den Praxistag in Triesdorf am Samstag, 17. September von 9.30 – 12.00 Uhr

 

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